Morbus Parkinson | FAQ zu Erkrankung & DaTSCAN™-Untersuchung
Die wichtigsten Fragen zur Parkinson-Erkrankung
Welche Rolle spielt Dopamin bei Morbus Parkinson?
Dopamin ist ein Überträgerstoff, der an Nervenendigungen freigesetzt wird und eine allgemein aktivierende Wirkung hat, ähnlich wie z.B. Adrenalin. Bei gesunden Menschen senden Dopamin-freisetzende Nervenzellen ihre Nervenfasern (Axone) zum „Streifenkörper“ (Striatum) im Mittelhirn. Beim Morbus Parkinson gehen diese Nervenzellen in der Substantia nigra des Mittelhirns zugrunde, dadurch entsteht ein Dopamin-Mangel, und die oben beschriebene aktivierende Wirkung fehlt.
Wie sieht das Krankheitsbild einer Parkinson-Erkrankung typischerweise aus?
Die drei Hauptsymptome sind:
- Zittern (Tremor)
- Erhöhte Muskelspannung mit Steifheit der Muskulatur (Rigor)
- Bewegungsarmut (Akinesie)
Typisch bei einer vollen Ausprägung der Krankheit sind außerdem eine leichte Vornüberneigung des Oberkörpers, kleine trippelnde Schritte, fehlende Mitbewegung der Arme beim Laufen, Ausdruckslosigkeit des Gesichtes, verlangsamter Eindruck und eine verzögerte Reaktion auf Sinnesreize.
Ist die DaTSCAN™-Untersuchung für mich gut verträglich?
Die verwendete Substanz wird fast immer gut vertragen. Selten kommen Kopfschmerz, Gleichgewichtsstörungen, Appetitsteigerung und Kribbeln auf der Haut (Ameisenlaufen) vor. Bei der Injektion in kleine Venen wurde in Einzelfällen über örtliche Schmerzen am Einstichort berichtet.
Da wird ja eine leicht radioaktive Substanz verwendet. Welche Strahlendosis bekomme ich bei der Untersuchung ab?
Wie jedes nuklearmedizinische Verfahren ist auch der DaTSCAN™ mit einer gewissen Strahlenexposition verbunden. Bei Verwendung der üblichen Aktivitätsmenge (185 MBq) beträgt die effektive Dosis 4.4 mSv.
Zum Vergleich: die natürliche Strahlenbelastung in Deutschland beträgt im Durchschnitt 2.1 mSv pro Jahr. Je nach Wohnort, Ernährungs- und Lebensgewohnheiten reicht sie von 1 bis zu 10 mSv (Quelle: Bundesamt für Strahlenschutz).
Bestehen Wechselwirkungen zwischen der Anwendung von DaTSCAN™ und einer laufenden Therapie von Levodopa?
Nein, Levodopa stört die Bildgebung mit DaTSCAN™ nicht und kann deshalb weiter eingenommen werden.
Andere Arzneimittel und Substanzen wie z. B. Amphetamin, Kokain, Buproprion, Benzatropin, Mazindol, Sertralin, Methylphenidat und Norpseudoephedrin können die Diagnostik mit DaTSCAN™ beeinflussen, deshalb sollten sie - in Absprache mit dem behandelnden Arzt - vor einer DaTSCAN™-Untersuchung abgesetzt werden.
Wann darf DaTSCAN™ nicht angewendet werden?
DaTSCAN™ darf nicht angewendet werden bei bestehender Schwangerschaft, Jodallergie oder Empfindlichkeiten gegenüber anderen Bestandteilen von DaTSCAN™ . Die Anwendung bei Patienten mit mäßigen bis schweren Beeinträchtigungen der Nieren- oder Leberfunktion wird nicht empfohlen.
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