PET | PET-Diagnostik | Cholin-PET bei Prostatakrebs | Häufige Fragen
Häufige Fragen
Warum eignet sich das PET so gut zur Abklärung verdächtiger Befunde, die z.B. mittels Röntgen, CT oder MRT entdeckt wurden?
Die PET ist auch vor allem dann hilfreich, wenn ein verdächtiger Befund mit anderen radiologischen Verfahren nicht sicher diagnostiziert werden kann, z.B. bei vergrößerten Lymphknoten oder Herden in der Lunge. Die PET erfasst nämlich nicht ausschließlich die Anatomie des Befundes. Sie zeigt darüber hinaus, ob es sich um einen aktiven, und somit im Wachstum begriffenen, oder einen inaktiven, also ruhenden Herd handelt. Während sich beispielsweise in Narbengewebe kaum PET-Substanz anreichert und wir ein sehr niedriges Signal erhalten, erhalten wir bei Anhäufungen von Tumorzellen ein sehr starkes Signal.
Was gibt es für weitere Einsatzgebiete der PET?
Demenz- und Epilepsiediagnostik
Das Gehirn weist einen intensiven Zuckerstoffwechsel auf. Die sehr genaue Darstellung des Hirnstoffwechsels mit dem PET ermöglicht es uns deshalb in vielen Fällen, bei degenerativen neurologischen Erkrankungen wie z.B. Alzheimer eine Stadieneinteilung und sogar eine Prognose zu erstellen. Bei 85% der Patienten gelingt mit einer PET-Untersuchung die Unterscheidung zwischen einer Alzheimer-Erkrankung und anderen Krankheiten, die sich wie eine Demenz äußern können. Damit werden weitere (kosten-)aufwändige Untersuchungen überflüssig.
Ebenso ist eine Differenzierung von Hirntumoren und eine Herdsuche bei Epilepsie möglich: die PET-Untersuchung zeigt in einer hohen Zahl der Fälle den Herd, welcher der Ursprung des Epilepsieleidens ist. Außerdem liefert die PET vor einer chirurgischen Behandlung des Herdes wertvolle Hinweise.
Gibt es Krebsarten, bei denen die PET mit der Fluor 18-Zuckerlösung sich nicht zur Metastasensuche eignet?
Tatsächlich ist Prostatakrebs ein Sonderfall. Denn Prostatakrebs wächst sehr langsam, weshalb die Metastasen oft kaum einen höheren Stoffwechsel haben als das umgebende Gewebe. Entsprechend kann das von den Metastasen ausgehende Signal in der normalen PET untergehen. Deshalb wurde zur Metastasensuche bei Prostatakrebs das sogenannte Cholin-PET entwickelt. Dabei wird ein Stoff gespritzt, der sich speziell in Prostata-Tumorzellen anreichert.
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