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Was ist PET ? | Positronen-Emissions-Tomographie | Bösartige & gutartige Tumore erkennen

Was ist PET?

Die Positronen-Emissions-Tomographie (PET) stand bis vor wenigen Jahren nur für wissenschaftliche Untersuchungen zur Verfügung. Mittlerweile hat sie Einzug in die radiologisch-nuklearmedizinischen Praxen gehalten. Bei der PET nutzt man die Erkenntnis, dass bestimmte krankhafte Veränderungen einen wesentlich höheren Zuckerstoffwechsel aufweisen und stellt diese bildlich dar. Dazu erhält der Patient intravenös eine Zuckerlösung, die mit einem schwach radioaktiven Element, Fluor 18, angereichert ist. Überall im Körper, wo ein erhöhter Zuckerstoffwechsel stattfindet, wird diese Lösung für eine kurze Zeit vermehrt angereichert. Diese Anreicherung sieht der Arzt dann als „bunten Herd“ oder, medizinisch gesprochen, „Aktivität“ in der Messung.

Mit der PET kann aber ein bösartiger Tumor nicht nur diagnostiziert werden, sondern es können – neben seiner Größe und Ausbreitung – auch Tochtergeschwüre (Metastasen) im gesamten Körper dreidimensional dargestellt werden. Diese Erkenntnisse erlauben eine wesentlich genauere Planung und Kontrolle der weiteren Behandlung oder der therapeutischen Schritte, wie einer Chemotherapie oder Operation. Auch sind bereits 14 Tage nach einer Chemotherapie Aussagen darüber möglich, ob die Therapie erfolgreich war oder weitergeführt werden muss. Damit kann im Zweifelsfall, eine sinnlose Chemotherapie mit schwerwiegenden Nebenwirkungen vermieden werden. Durch eine PET können bösartige Tumore mit einer mehr als 90%-igen Genauigkeit erkannt werden.

PET: Zur Strahlenbelastung

Das Ausmaß der Strahlenbelastung durch eine PET-Untersuchung ist etwa ebenso groß ist wie die jährliche natürliche Strahlenbelastung in Deutschland oder wie bei einem Transatlantik-Flug oder bei einem zweiwöchigen Ski-Urlaub im Hochgebirge.

Wann macht man eine PET?

PET wird eingesetzt bei Untersuchungen des Gehirns, des Herzens, von Entzündungsherden unbekannten Ursprungs und von Tumoren. Mit einer PET kann mit höchster Sicherheit zwischen gutartigen und bösartigen Veränderungen unterschieden werden, wenn ein verdächtiger Befund in einem anderen Bild gebenden Verfahren nicht sicher differenziert werden kann.

Besonders empfiehlt sich die PET bei der Untersuchung von Leber-, Lungen-, Brust- und Bauchspeicheldrüsenkrebs. Durch eine PET-Untersuchung lassen sich die Fragen „Habe ich Krebs?“ (Vorsorge) und „Ist der Tumor bös- oder gutartig?“ mit hoher Sicherheit klären.

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